Unser Konzept Das Grundverständnis der Suchthilfe im Schloss Tannegg bei Landau
Grundlage unseres Konzeptes ist die konsequente Umsetzung der Prinzipien einer gemeinschaftsorientierten Unterstützung mit einem hohen Maß an Selbsthilfe, Selbstkontrolle, Verantwortungsübernahme und Förderung der Eigeninitiative. Ziel ist es, die Bewohnerinnen und Bewohner in ihrer Selbstbestimmung zu stärken, ohne sie zu überfordern. Dabei berücksichtigen wir konsequent individuelle Stärken, Fähigkeiten und das persönliche Leistungsvermögen jeder einzelnen Person.
Unser hochprofessionelles Team begleitet diesen Prozess unterstützend und motivierend. Im Mittelpunkt steht die Förderung der Eigenverantwortung der Bewohnerinnen und Bewohner. Zur Tagesstruktur gehören vielfältige Aufgaben der gemeinsamen Alltagsbewältigung. Ergänzend bestehen Beschäftigungsmöglichkeiten in handlungsorientierten Bereichen wie Werkstattangeboten sowie Tätigkeiten im Garten- und Hauswirtschaftsbereich.
Durch ihre ausgeprägte Praxis- und Handlungsorientierung eignet sich die gemeinschaftliche Wohnform besonders für Menschen mit langjährigen Abhängigkeitserfahrungen, teilweise auch mit hirnorganischen Beeinträchtigungen. Aktive Beteiligung verhindert ein Abrutschen in passive Versorgungsstrukturen. Gleichzeitig kann neues Selbstwertgefühl entstehen, wenn überschaubare, sinnvolle Aufgaben erfolgreich umgesetzt werden und eigene Fähigkeiten wieder erlebbar werden.
Die persönliche Wertschätzung und Achtung jeder Bewohnerin und jedes Bewohners bilden die Grundlage des gesamten Unterstützungsprozesses. Ziel ist eine ganzheitliche Stärkung der Persönlichkeit unter besonderer Berücksichtigung der suchtbezogenen Anteile. Ausgehend von Lebenssituationen, in denen sich viele Bewohnerinnen und Bewohner als gescheitert oder minderwertig erlebt haben, fördern wir das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Im gemeinschaftlichen Zusammenleben können sie schrittweise ein tragfähiges Sinn- und Wertesystem entwickeln.
Zusammenfassend verstehen wir diesen Prozess als soziales Lernen in einem lebensnahen, realitätsorientierten Umfeld. Leitend ist dabei der Grundsatz: So viel Unterstützung wie nötig – so wenig Unterstützung wie möglich.





